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welsÜberregionales | Kultur | 31.12.2020

Jahreswechsel-Konzerte stellten OÖ in den Mittelpunkt

Musikniveau erfreut die Psyche

JAHRESWECHSEL 2023/24. Dreimal Donauwalzer und Musik in hoher Qualität. Dank der Traditionen und speziell des hohen Niveau im Bereich Musik kann man sich in Österreich noch immer wohlfühlen. Trotz einer aus den Angel laufenden Welt, was man am wenigstens auf den Klimawandel beziehen kann, bot unser Land nicht nur mit dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wieder einen besonders erfreulichen Neujahrsgruß.
Oberösterreich sorgt zusätzlich 2024 für besondere musikalische Höhepunkte. Die Besucher der Eröffnung von „OÖ KulturEXPO Anton Brucker 2024“ erlebten ein spezielles Neujahrskonzert des Bruckner Orchesters im Brucknerhaus an der Linzer Donaulände.
Startschuss Brucknerjahr & Kulturhauptstadt. Zusätzlich beeindruckt waren die von der Oberbank anschließend geladenen Gäste vom offiziellen Startschuss mit Glocke (Bild) des Brucknerjahres angesichts seines 200-Jahr-Jubiläums. Genützt wird außerdem die Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt Bad Ischl, eine Veranstaltungsvielfalt wird für eine ganzjährige Aufmerksamkeit sorgen.
Warum dreimal Donauwalzer?
Wir waren nicht nur Zuhörer beim ORF-Neujahrskonzert, sondern waren auch bei dem eindrucksvollen Konzert des Bruckner Orchesters live dabei. Dank der Jubelstimmung stimmte der Chefdirigent Markus Poschner zum Abschluss Österreichs Paradewalzer an.
Den dritten Donauwalzer hörten wir bereits beim Silvesterkonzert im Kaufmännischen Vereinshaus, wo Matthias Achleitner als engagierter Dirigent des von ihm in der Gesundheitskrise gegründeten Oberösterreich Philharmonie aufzeigte. Und auch da herrschte Begeisterung einerseits über das erfrischende Programm und andererseits über die Leistungsfähigkeit der vielversprechenden Jungmusiker.
War es in Wien Christian Thielemann, dem es nicht um elegante Spitzfindigkeiten mit jenen verklärten Zauberklang unter dem Dirigenten Franz Welser-Möst ging. Im Linzer Brucknerhaus führte Markus Poschner auch mit hohem Einsatz den Dirigentenstab beim unterhaltsamen Geburtstagstänze-Programm. Ganz anders Matthias Achleitner, dessen jugendliche Frische nicht nur seine Jungmusiker mitreißt, sondern auch das Publikum.
Oberösterreich stand auch beim ORF-Neujahrskonzert im Mittelpunkt, wobei der Pausenfilm von Felix Breisach das Leben von Anton Bruckner vom Geburtsort Ansfelden bis zu seinem Arbeitsmittelpunkt Landeshauptstadt Linz filmisch begleitete. Als Reverenz an das Kulturhauptstadtjahr war das Wiener Staatsballett in einer fein abgestimmten Choreografie in der Ischler Kaiservilla zu Gast.

Das Multi-Musiktalent Matthias Achleitner (Bild) ist derart von der Musik beseelt, dass ihm die Welt Richtung Dirigenten-Zukunft offen steht. Der Sohn von Landesrat Markus fiel schon als 12-jähriger mit einem Trompetensolo im Rahmen eines Konzertes der MK Neukirchen bei Lambach auf. Wir waren 2017 mit der Kamera dabei, das Video ist noch zu sehen auf www.youtube.com/watch?v=aeK3fCyTSks. Bei den Aufnahmen im Hintergrund ist Papa und Musikvereins-Obmann Markus zu sehen, damals noch Eurothermen-Generaldirektor.    
Gleich doppelt zu Silvester und Neujahr
Der Jung-Dirigent Matthias Achleitner lud gleich zweimal in das Kaufmännische Vereinshaus, das zuvor auch schon zweimal dem enorm engagierten Musiker eine prächtige Bühne bot. Sein Silvesterkonzert und das 24 Stunden später gebotenes Neujahrskonzert (von LT1 filmisch in Szene gesetzt) bot die Freude, einen in mehrfacher Hinsicht jungen Klangkörper dabei zu beobachten, wie er sich unter seinem Gründer und Leiter der großen Tradition der Wiener Tanzmusik widmete.
Das Orchester der Oberösterreich Philharmonie besteht erst seit zweieinhalb Jahren und fast ausschließlich aus Nachwuchstalenten, die gerade ihr Studium absolvieren oder vielfach als Musikgymnasiasten auf dem Weg dazu sind. Gleichgesinnte, die gemeinsam ein derart aufwendiges Projekt stemmen möchten. Denn dahinter steckt viel Arbeit – für jeden Einzelnen und den, der mit seinem ungewöhnlichen Talent und Engagement den Taktstock schwingt. Dazu begleitende Worte vom Dirigenten zu den einzelnen Komponisten.
Das Kaufmännische Vereinshaus in Linz bot eine ideale Möglichkeit für die beiden Konzerte der jungen Philharmonie, das spezielle Neujahrskonzert wurde von LT1 aufgezeichnet und ist zu sehen unter: www.lt1.at/aktuelles/das-neujahrskonzert-2024/
Zusätzlich auffallend der Rainer-Marsch von Hans Schmid, der zwar zu den beliebtesten Märschen der Blasmusikkapellen zählt, von dem aber keine Orchesterfassung existiert. Die erstellte kurzum Matthias Achleitner – somit gab es an diesem Abend auch eine Uraufführung. Keine Ballaufnahme, sondern der Dirigent nach dem Konzert mit der slowakischen Sopranistin.

Aber nicht nur das Programm war fein ausgesucht, sondern auch – und hier unterschied man sich vom großen Vorbild – die Solistin. Die junge slowakische Sopranistin Paulína Ovádková begeisterte mit "Spiel ich die Unschuld vom Lande" aus der Fledermaus sowie mit einem fulminant hingelegten "Glitter and Be Gay" aus Bernsteins "Candide".
 

 

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