
JÄNNER 2026 - Die Stadt Wels ist in der glücklichen Lage vom enormen Angebot von erfolgreichen Unternehmen im Stadtgebiet zu profitieren. Die hohen Einnahmen aus der Kommualsteuer nützt die Stadt auch für ein positives Stadtbudget.
Dank der einst eingeleiteten stadteigenen Strategie des Energieunternehmens E-Werk durch Erich Rondonell (Bild) hat sich die eww-Gruppe in ein vielseitiges und strategisch ausgezeichnetes Unternehmen entwickelt.
Die Erfolgsgeschichte der eww-Gruppe findet aktuell eine deutliche positive Weiterentwicklung. Das ehemalige Firmengelände der Ferro Montagetechnik FMT (Angerlehner) im Osten der Stadt, das 2015 von Christof Industries übernommen wurde, stand zuletzt leer. Die eww-Gruppe hat die Chance ergriffen hier außerhalb der Innenstadt ihren neuen Campus zu errichten.
Mit einem Spatenstich wurde im Jänner das neue Großprojekt der eww-Gruppe für einen neuen CAMPUS mit einem geplanten Kostenaufwand von 49 Millionen Euro gestartet. 2028 soll diese Firmenzentrale mit geplanten 600 Arbeitsplätzen in Vollbetrieb gehen.
Zielsetzung. "Der Campus ist unsere Antwort auf unser Wachstum und auf die Anforderungen einer modernen Arbeitswelt", sagt eww-Vorstand Florian Niedersüß. Demnach habe sich der Umsatz in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt und der Mitarbeiterstand um fast 200 auf rund 800 Mitarbeiter erhöht. Die Bauphase beginnt demnächst, die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen.
Regionale Firmen profitieren
Die Generalplanung übernahm das Welser Architekturbüro Harmach und Partner, das nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren beauftragt wurde. Als Baumeister erhielt das Hörschinger Unternehmen Jos. Ertl den Zuschlag.
Nicht wie gewohnt Heimvorteil
Wie schon beim Auftrag für die neue Messehalle und den Abbruch des Messegeländes Ost ist – nicht wie erwartet – die heimische Erfolgsfirma Felbermayr als Bestbieter einfach „nominiert“ worden. Horst Felbermayr, selbst im Aufsichtsrat der Messe Wels, kann mit dem fehlenden „Heimvorteil“ leben. Schließlich kann man in vielen Bereichen (speziell im Transportwesen) nicht auf das Welser Vorzeige-Unternehmen verzichten. Die blauen Baugeräte sind aber selbst auf Fremdbaustellen nicht zu übersehen.
eww-Vorstand Wolfgang Nöstlinger betonte, dass die eww als Gruppe mit dem neuen Campus noch näher zusammenwachse. In den Büros werden mit dem Konzept "New Work" neue flexible Arbeitsformen einziehen und moderne Gemeinschafts- und Besprechungszonen geschaffen. Bei einem begleitenden Change-Management-Prozess werden die Mitarbeiter in den Entwicklungsprozess eingebunden.
Im Endausbau sollen rund 450 Büroarbeitsplätze sowie etwa 150 Arbeitsplätze in Fertigung und Technik am Campus angesiedelt sein. Dann wird es neben dem Campus nur noch (nicht wie allgemein geschrieben „noch mehr“) drei weitere eww-Standorte geben: Vertrieb und Kundenservice in der Pfarrgasse, Betrieb und Netzführung im Netz- und Technikzentrum in der Durisolstraße sowie die Kfz-Werkstätte und Tankstelle in der Wiesenstraße.
Nicht erwähnt wird dabei, dass damit die bestehende Firmenzentrale in der Innenstadt und im Nahbereich der Fachhochschule frei werden wird. Die mögliche Erweiterung der so wichtigen Bildungseinrichtung könnte dann dieses Gebäude nützen.

Feierstunde beim sogenannten offiziellen Spatenstich am 15. Jänner, im Bild von links: Peter Leonhartsberger (Geschäftsführer Fa. Jos. Ertl), Wolfgang Nöstlinger (eww-Vorstand), Bürgermeister Andreas Rabl, Florian Niedersüß (eww-Vorstand), Patrick Huemer (Harmach und Partner).
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