Sonntag, 10. Mai 2026 

Wels Land | Wirtschaft | 31.12.2020

50 Millionen für das Headquarter in Marchtrenk

TGW ein Motivationsförderer

Mai 2026Das weltweit tätige Unternehmen TGW Logistics investiert in einer Zeit, in der die wirtschaftliche Rezession ein Dauerthema ist, weiterhin deutlich auch in ihr Headquartier in Marchtrenk.
Während mit einer Investition von rund 100 Mio. Euro eine neue Produktonshalle mit hochautomatisiertem Lagersysstem in Fertigstellung ist, lud das Management kürzlich zur Präsentation für das Projekt eines zusätzliches Bürogebäudes mit einer Investsumme von 50 Mio Euro ein.

Das Projekt ist ein klares Bekenntnis zum Wachstumspotenzial der Intralogistik, die weltweit für spezielle Logistik-Aufträge sorgt. Derzeit ist Nordamerika der Hotspot der zahlreichen Aufträge, die mit hochspezialisierten und motiviertem Team umgesetzt werden. Insgesamt gibt es 4600 TGW-Mitarbeiter, davon rund 1500 in Marchtrenk und Wels.
Bis zum ersten Halbjahr 2028 wird eine innovative Arbeitswelt für mehr als 400 neue Fachkräfte enstehen. Das neue Office-Gebäude wird die verfügbare Bürofläche verdoppeln.
Das fünfstöckige Bürogebäude in Marchtrenk wird mit dem Bestandsbau über einen sogenannten „Cube“ verbunden. Letzterer umfasst dann u.a. Besprechungszonen, Workshopräume sowie Flächen für die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams.
Der Neubau dient damit als Inkubator für Kollaboration, Kreativität und Innovation – gerade für ein Technologieunternehmen im internationalen Projektgeschäft ein unverzichtbarer Schlüssel zum Erfolg. Die moderne Arbeitswelt wird 14.000 m² groß und bietet dann ein flexibles Raumkonzept für mehr als 400 Mitarbeiter.
Neuerlich wurden LH Thomas Stelzer und Bürgermeister Paul Mahr zu einen sog. Spatenstich für eine Erweiterung des TGW-Bürogebäudes eingeladen. TGW-CEO Henry Puhl (Bildmitte) führte anschließend durch die neue imposante Lagerhalle und begeisterte die Politiker mit der so engagierten und weltweit erfolgreichen Unternehmensphilosophie. 

Umsatzverdoppelung bis 2030
„TGW Logistics ist in den vergangenen Jahren so dynamisch gewachsen, dass wir Satellitenflächen anmieten mussten. Das war weder für die Zusammenarbeit noch für die interdisziplinäre Vernetzung im Unternehmen optimal“, betont Henry Puhl, Chief Executive Officer von TGW Logistics.
„Mit der Erweiterung unseres Headquarters können wir diese externen Flächen wieder konsolidieren. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um unser Wachstumsziel zu erreichen – nämlich eine Umsatzverdoppelung auf zwei Milliarden Euro bis 2030. Die Intralogistik ist eine Wachstumsbranche mit enormem Potenzial: Das macht auch unser Rekord-Auftragseingang von 1,5 Milliarden Euro aus dem letzten Geschäftsjahr deutlich.
Die Investition in unser Headquarter bildet die Basis, um für unsere Kunden auch in Zukunft die Nr. 1 Project Delivery Company zu sein.“
Innerhalb weniger Jahre hat sich das TGW-Headquartier in Marchtrenk wesenrlich vergrößert. Neuestes Projekt ist der Zubau zum bestehenden Bürogeäude (im Bild rechts vorne mit der Cube-Verbingung). Dahinter rechts die neue imposante Lagerhalle.

Moderne Arbeitswelt für flexible Zusammenarbeit
Auch in den neuen Büros wird nach dem Activity Based Working-Ansatz gearbeitet. Es gibt also keine fix zugeteilten Arbeitsplätze, sondern die Mitarbeiter suchen sich ihren Platz aktivitätsbezogen aus. Je nach Aufgabe bzw. Projekt können Teams damit hochflexibel zusammenarbeiten, unterstützt von modernen Kommunikations- und Kollaborationstools.
Bei Planung, Bau und Ausstattung setzt TGW Logistics auf regionale Partner – und damit auf Wertschöpfung in Österreich. Die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz ist unter anderem mit einem für die Mitarbeiter kostenlosen Shuttle-Service zum Bahnhof Marchtrenk gewährleistet.
Stiftungsunternehmen gibt Stabilität
„Nachhaltige Investitionen in die langfristige Entwicklung sind integraler Teil unserer DNA“, unterstreicht Sebastian Wolf, Chief Financial Officer von TGW Logistics. „Möglich macht das unser einzigartiges Setup als Stiftungsunternehmen, das nicht nur Stabilität und Sicherheit, sondern auch langfristigen Gestaltungsspielraum bedeutet. TGW Logistics darf nicht verkauft werden, ist ein stabiler Geschäftspartner und verlässlicher Arbeitgeber.“
Zwei Drittel des Gewinns bleiben im Unternehmen und werden investiert: in die 4.600 Mitarbeiter, die Innovationen von morgen und Infrastruktur. Ein Drittel fließt an die Eigentümerin – die TGW Future Privatstiftung –, die mit mindestens 30 Prozent davon die gemeinnützigen Projekte von TGW Future Wings unterstützt. Letztere konzentrieren sich auf die ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen.
Erfolgsgeschichte seit 57 Jahren
Das Unternehmen wurde 1969 in Wels von Ludwig Szinicz und Heinz König gegründet, die Firmenbezechnung enstand aus „TransportGeräteWels“. Das ständige Wachstum im Welser Betriebsgelände Ost sorgte schließlich für Platzprobleme, 2018 wurde aufgrund fehlender Wels-Angebote die Unternehmenszentrale nach Marchtrenk verlegt.
Der dortige Bürgermeister Paul Mahr (seit 2013) strahlt deshalb angesichts der zusätzlichen Wirtschaftskraft und will angesichts der gestärkten Budgetlage 2027 noch einmal für das Amt kandidieren.
2024 berichteten wir über das 100-Millionen-Projekt für eine neuen Halle, die gerade finalisiert wird. Siehe Web: www.welsin.tv/news.php?id=4472
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